Junge Ärztinnen und Ärzte

Junge Ärztinnen und Ärzte aktiv in der Kammer - eine Rarität?!

Melissa Camara Romero
Gereon Schnellbächer
Mira Faßbach
Julian Grebe

 

Die Ärztekammer Nordrhein oder auch "AEKNO" vertritt etwa 61.000 Ärztinnen und Ärzte im Nordrhein. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat damit zur Aufgabe die Belange der Ärztinnen und Ärzte zu regeln. Als sogenannte "Selbstverwaltung" braucht es also Kolleginnen und Kollegen, die diese Aufgaben aktiv mitgestalten. Leider gestalten nur wenige Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung die Ärztekammer aktiv mit. Das wollen wir ändern!

Vom 24. Mai bis zum 28.Juni 2019 finden die Wahlen zur Kammerversammlung und den Kreisstellen statt.

Wie kann ich mitmachen?

Eines unserer Hauptziele ist uns Ärztinnen und Ärzten in Weiterbildung eine Stimme innerhalb der Ärztekammer zu geben. Dazu ist jeder, der Lust hat mitzumachen, herzlich eingeladen.

Nach der Wahl wollen wir uns einmal im Quartal treffen, um Euch auf den neuesten Stand zu bringen und Themen Eurer Wahl zu diskutieren. Die Ergebnisse werden wir dann mit in die Kammer einbringen.

 

Unsere Ziele

1. Junge Ärzte in der Selbstverwaltung

Als Berufsanfänger strömen plötzlich unheimlich viele neue Eindrücke und Erfahrungen auf einen ein. Man ist Teamleiter auf der Station oder im Praxisteam, man ist Gesundheitsmanager für seine Patienten und man findet sich in ökonomischen Zwängen wieder – da heißt es den Überblick bewahren und die Balance zu finden. Die Wenigsten finden dabei leider den Weg zur Selbstverwaltung, so dass die neue Generation der Ärzteschaft, die Selbstverwaltung kaum mitgestaltet. Dabei betrifft es sie immens.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass unsere jungen Kolleginnen und Kollegen - egal, ob in ambulanter oder stationärer Versorgung, ein Forum erhalten die eigenen Interessen zu diskutieren und die Selbstverwaltung mit zu gestalten.
  • Wir setzen uns dafür ein, die Homepage der Ärztekammer Nordrhein übersichtlicher zu gestalten, damit relevante Informationen schneller gefunden werden können.

2. Moderne Medien in der Medizin

Moderne Medien bestimmen unser Leben – von Tag zu Tag mehr. Auch in der Medizin sind sie bereits omnipräsent. Patienten befragen „Dr. Google“, Apps verwalten den Blutdruck und den Blutzucker oder stehen als Nachschlagewerk für Medikamente und Risiko-Scores zur Verfügung. Der Einmarsch moderner Medien ist nicht aufzuhalten, deshalb sollte die Ärzteschaft diesen Weg begleiten.

  • Wir setzen uns dafür ein Gesundheitsapps in Ihrer Funktion zu bewerten, um den Patienten im sinnvollen Umgang zu helfen.
  • Wir setzen uns dafür ein, die Ärzteschaft zu schulen, um professionell mit den Fragen der Patienten zu dem Thema „Moderne Medien in der Medizin“ umzugehen.
  • Wir setzen und dafür ein, dass die Ärzteschaft von der Industrie in die Entwicklung neuer Moderner Medien einbezogen wird.

3. Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eine Balance zu finden zwischen engagiertem Arbeitsleben und persönlicher Familienplanung ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben denen wir uns gegenübersehen. Die Mehrzahl des ärztlichen Nachwuchses ist weiblich. Dennoch bringen selbst vereinzelte Schwangerschaften viele Dienstpläne an ihre Belastungsgrenze, weil sie nicht teil der Planung sind.

  • Wir setzen uns dafür ein, dass das Großziehen einer Familie Teil der Bedarfsplanung ist
  • Wir setzen und für ein flexibles Arbeitszeitmodell ein.
  • Reevaluation des „Alleskönners“ – die Notwendigkeit sowohl klinisch als auch wissenschaftlich vorne zu sein führt oft dazu, dass mindestens ein Bereich vernachlässigt wird.

4. Weiterbildung

Zum Thema Weiterbildung wurde in den letzten Jahren bereits viel erarbeitet. Als direkt Betroffene möchten wir unsere Erfahrungen einbringen und die Weiterbildung in der Praxis verbessern. Ein Großteil der zukünftigen Arbeitsleistung und Arbeitszeit eines Medizinstudenten wird von Verwaltungsaufgaben eingenommen. Diesen steht der junge Arzt meist völlig unvorbereitet gegenüber.

  • Wir setzen uns für eine strukturierte Weiterbildung in allen Fachrichtungen ein.
  • Die Weiterbildung ist ein Teil Arbeitszeit. Wir setzen uns dafür ein, genügend Raum für die Weiterbildung im Arbeitsalltag zu schaffen.
  • Wir setzen uns für eine betriebswirtschaftliche Grundausbildung in Studium und Weiterbildung ein.

 

Kontakt: Melissa Camara-Romero

 

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